Lebenslauf

Ihre Schauspielausbildung erhielt Chantal de Freitas an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt sowie an der Circle in the Square Theatre School in New York. Noch während Ihrer Ausbildung an der Schauspielschule wurde Chantal de Freitas 1991 von Hannelore Hoger engagiert, unter deren Regie sie in dem Stück Liebe Jelena Sergejewna an den Frankfurter Kammerspielen eine Hauptrolle spielte.
Es folgten tragende Rollen am Staatstheater Saarbrücken: 1992 als Hermia in Shakespeares Ein Sommernachtstraum (Regie Gerhard Weber) und als Antigone im gleichnamigen Stück unter der Regie von Kurt Schildknecht, sowie 1993 als Amalia in Schillers Die Räuber.

Ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm übernahm sie 1993 unter der Regie von Claus Michael Rohne in der Komödie Der Leihmann, wo sie zusammen mit Kai Wiesinger, Ulrike Folkerts, Jophi Ries und Jochen Nickel vor der Kamera stand. Chantal de Freitas spielt die erfolgsverwöhnte Karrierefrau Laura, die sich einen Leihmann engagiert, um sich endlich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.
Die Rollenwahl führte Chantal de Freitas mit einigen der renommiertesten Regisseure (u.a. Vadim Glowna, Uwe Janson) in außergewöhnlichen Film- und Fernsehproduktionen zusammen. In Rainer Kaufmanns großem Kinoerfolg Stadtgespräch spielte Chantal de Freitas an der Seite von Katja Riemann. Es folgten Episodenhauptrollen in Tatort – Fetischzauber (Regie Torsten Näter), Faust – Nachtwache (Regie Michael Mackenroth) und Der Kapitän – Im Vorhof der Hölle (Regie Werner Masten).


Schlagzeilen erregte Chantal de Freitas im Fernsehen als Kommissarin Carol Reeding des Offenbacher „Polizeiruf 110“. Zum ersten Mal leistet eine dunkelhäutige Kommissarin Detektivarbeit im deutschen Fernsehen. Bisher war dieser Job nur klassisch deutschen Kolleginnen wie Ulrike Folkerts, Iris Berben oder Hannelore Elsner vorbehalten.

Gute Kritiken erntete Chantal de Freitas auch zusammen mit Isabella Parkinson mit der Produktion Alles wird gut (Regie Angelina Maccarone), die auf dem Hamburger Filmfest lief und auf dem New Yorker Filmfest den Publikumspreis erhielt. Sie spielt darin eine karrieresüchtige Werbefrau, die durch die Zuneigung einer jungen Frau aus der Bahn geworfen wird.
Für ihre Darstellung der Barsängerin Zoette in dem Abschlussfilm Viendo LLover der kolumbianischen Regisseurin Erika Rettig-Michaels (Filmhochschule Ludwigsburg) bekam sie den Best Actress Award 2004 der IFCT World Tour Awards.

Weitere Fernsehrollen folgten u.a. in Kleine Fische, eine Komödie für das SF1 und Einsatz in Hamburg unter der Regie von Lars Jessen.

In den letzten Jahren konzentrierte sich Chantal zunehmend auf ihre musikalische Karriere. Neben der Arbeit an ihren eigenen Songs schrieb und sang sie zum 25 jährigen Jubiläum von Bibi Blocksberg den Song "Hexerei".

2007 gründete Chantal mit den beiden Sängerinnen Catharina Boutari und Maria Sanchez das Plattenlabel Pussy Empire Recordings. Sie arbeitet derzeit an ihrem ersten Album.