Biografie

„Das Gefühl eigene Songs zu singen, ist für mich ein völlig anderes, als Rollen zu spielen - es fühlt sich nackter, purer an, ist noch intimer“ sagt die durch etliche Film- und TV-Rollen bekannte Schauspielerin Chantal de Freitas.
Die in Deutschland und N.Y. aufgewachsene Deutsch-Panamanin genoss eine Schauspielausbildung auf der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Bereits während ihres Studiums nahm sie privat Gesangsunterricht und sang in einer Bar-Band.
Anschließend nutzte sie ein Stipendium, um an der renommierten Schauspielschule „Circle in the Square“ in N.Y. weiter zu studieren und trainierte nebenher am Broadway Dance Center Jazz- und Musicaltanz.

Zurück in Deutschland wurde Chantal von Hannelore Hoger engagiert, unter deren Regie sie 1991 an den Städtischen Bühnen Frankfurt/Main in dem Jugenddrama „Liebe Jelena Sergejewna“ eine Hauptrolle spielte.
Es folgten tragende Rollen am Saarländischen Staatstheater u. a. als Hermia in „Ein Sommernachtstraum“, als Antigone in dem gleichnamigen Stück unter der Regie von Kurt Schildknecht, sowie als Leadsängerin des Damentrios in dem Musical „Der kleine Horrorladen“ unter der Regie von Anna Vaughn.
Noch während ihres Engagements am Staatstheater übernahm Chantal 1993 ihre erste Kinohauptrolle in „Der Leihmann“, wo sie zusammen mit Kai Wiesinger, Ulrike Folkerts, Jophi Ries und Birge Schade vor der Kamera stand.

Die Rollenwahl führte Chantal mit einigen der renommiertesten Regisseure (Vadim Glowna, Uwe Janson) in außergewöhnlichen Film- und Fernsehproduktionen zusammen. In Rainer Kaufmanns großem Kinoerfolg „Stadtgespräch“ spielte Chantal an der Seite von Katja Riemann. Es folgten Episodenhauptrollen u. a. in Tatort - Fetischzauber (Regie Thorsten Näter), Faust - Nachtwache (Regie Michael Mackenroth) und Der Kapitän - Im Vorhof der Hölle (Regie Werner Masten).

Triumphe feierte Chantal auch mit der Produktion „Alles wird gut“ (1999, Regie Angelina Maccarone), die auf dem New Yorker Filmfest den Publikumspreis erhielt.
Sie verkörpert darin die weibliche Hauptrolle Kim, eine karrieresüchtige Werbefrau, die durch die Zuneigung einer Frau aus der Bahn geworfen wird.

Zudem spielte sie eine Episodenhauptrolle in der Reihe „Die Spezialisten“ (2005), in der Schweizer Fernsehproduktion „Kleine Fische“ (2006) neben Stefan Kurt und Sabine Timoteo, „Einsatz in Hamburg“ (2007) unter der Regie von Lars Jessen, „Stubbe − Im toten Winkel“ (2008, Regie Bodo Fürneisen) und stand für Lars Becker vor der Kamera in dem Krimi AMIGO - Tod bei Ankunft.

Als Kommissarin Carol Reeding des Offenbacher „Polizeiruf 110“ (1997 − 99) erregte Chantal de Freitas Schlagzeilen. Zum ersten Mal leistet eine dunkelhäutige Kommissarin Detektivarbeit im deutschen Fernsehen.
Diese Rolle führte Chantal schließlich zurück zum Gesang. In der Polizeiruf-Folge „Totenstille“ erlebt man die Kommissarin ganz privat. Sie hadert mit ihrem Beruf, träumt stattdessen von einer Gesangskarriere. De Freitas schrieb den Song für die Rolle selbst und erntete damit helle Begeisterung.
Auch bei dem Kinokurzfilm „Viendo Llover“ , in dem sie die Barsängerin Zoette spielt, arbeitet sie intensiv kompositorisch an den Stücken mit.
Auf dem internationalen Filmfestival IFCC World Tour Awards wurde sie 2004 für diese Rolle mit dem „Best Actress Award“ ausgezeichnet.

Seitdem widmet Chantal sich intensiv dem Songwriting, so steuerte sie für den preisgekrönten Dokumentarfilm „ERUV- The Wire“ zwei Balladen bei, die 2005 als Single von Arranque-Music veröffentlicht wurden.
Zum 25-jährigen Jubiläum von Bibi Blocksberg schrieb und sang sie den Song „Hexerei“, der im gleichen Jahr auf einer Compilation bei Kiddinx erschien.

Nun hat Chantal endlich ihr eigenes Debut-Album „Independence“ fertig gestellt.
Für den Titelsong „Independence“ wurde bereits ein Musikvideo gedreht, bei dem sie u. a. von dem erfahrenen Kameramann Lutz Hattenhauer, der auch schon für Die ärzte bei dem Videoclip „Junge“ hinter der Kamera stand, unterstützt wurde.
Der Videodreh traf auf großes Medieninteresse und obwohl es noch keine offizielle Veröffentlichung gab, wurde das Video durch diverse Talkshows (N3 Talkshow, Das!, Brisant) und Printmedien (Gala, Bild, OK) promotet.

Ihr 'Groove-Pop' ist eine moderne Mischung aus erdigen Beats, akustischer Instrumentierung und digitalen Sounds. Eingängige Melodien, mitreißende Grooves und Gitarren im coolen Sound der 60er Jahre, harmonisch immer begleitet von einer unterschwelligen Melancholie. Ihre englischsprachigen Texte erzählen von Seelenzuständen, von Erlebtem, von Träumen. In eindrucksvollen Bildern erzählt sie ganz unkitschig von großen Gefühlen. Mal klingt sie weich und verletzlich, mal erinnern ihre Songs auch an den 80er Sound von Blondie. Sie schreibt mal frech, mal witzig, mal romantisch, aber immer direkt und schnörkellos.

Produziert wurde das Album mit dem Berliner Produzenten-Team OJA-Tunes, die auch schon für Yvonne Catterfeld und Vanessa Petruo gearbeitet haben. Den letzten Schliff bekam es im Sterling Mastering Studio in N.Y.



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